Wer nach dem Geheimnis des Borkener Triathlon-Erfolg fragt, bekommt viele verschiedene Antworten. In denen allerdings immer wieder zwei Begriffe auftauchen: Eine familiäre Atmosphäre und ein eingespieltes Orgateam sind seit 25 Jahren die Garanten dafür, dass dieses Event ein absoluter Selbstläufer geworden ist.
Oder wie es Dieter Koop ausdrückt: Dieser Triathlon ist für mich das Ding aller Dinge, sonst würde ich gar nicht mitmachen.“ Koop ist seit der allerersten Veranstaltung im Sommer 1986 dabei, wurde am Samstag für seine „Betriebstreue“ mit einem Extra-Preis und viel Beifall belohnt.
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Auch das gehört zu ihrem Tageswerk:
Mecki Greven im Interview mit Borio-TV |
Mehr Motivator als
Sprecher: Volker Greven |
Einer der Gründungsväter des Triathlons am Pröbstingsee machte auch bei der Jubiläumsveranstaltung mit, allerdings ein wenig außerhalb jeder Konkurrenz: Reinhard Krinke, „Deutschlands schnellster Postbote“, ging mit einem Original-Postfahrrad aus längst vergangenen Zeiten ins Rennen. „Letzter bin ich nicht geworden, aber das war auch gar nicht der Sinn dieser Sache. Ich wollte zum Jubiläum etwas Besonderes machen,“ erklärte er am Rande. Und fügte dann noch in Richtung Veranstalter hinzu: „Was die Teilnehmerzahl anbelangt, da sind wir an der Grenze. So wie jetzt soll es bleiben.“
Vorjahresgewinner Janitzki (l.) und Uwe Kappelhoff lieferten sich von Beginn an einen heißen Kampf um den Sieg.
Eine Meinung die auch Chef-Organisatorin Mecki Greven teilt:
„Wir hätten wohl doppelt so viele Teilnehmer in diesem Jahr haben können, aber das machen wir nicht, wir wollen keine Massenveranstaltung haben.“
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| Vorjahresgewinner Janitzki (l.) und Uwe
Kappelhoff lieferten sich von Beginn an einen heißen
Kampf um den Sieg |
Sieger unter sich: Uwe Kappelhoff kam als
schnellster Mann ins Triathon-Ziel. Mareen Hufe als
schnellste Frau |
Wie beliebt der Borkener Triathlon inzwischen bei den Athleten geworden ist, beweist auch diese kleine Geschichte. Weniger als 24 Stunden vor dem Start musste Heiko
Tewes verletzungsbedingt seine Teilnahme absagen. Auf seine starke Leistung hatten sie im Orga-Team alle gehofft. Innerhalb von wenigen Stunden allerdings hatte sich diese Lücke bestens gefüllt. Hatte man mit Uwe Kappelhoff einen würdigen
Vertreter gefunden. Der dann hundertprozentiger Ersatz war und die Konkurrenz mit großem Vorsprung vor Vorjahressieger Janitzki gewann.
Einer, der ebenfalls 1986 bei der allerersten Veranstaltung maßgeblich als Breitensport-Koordinator dabei war, Franz Müller, fügte sich im Zielbereich in das mit roten Shirts erkenntlich gemachte Orga-Team ein, verteilte Erinnerungstassen an die Teilnehmer und lobte in Richtung Wettkampf: „25 Jahre Triathlon in Borken kann man nur mit ehrenamtlichen engagierten Leuten wie Mecki Greven und ihrem Team machen.“
Ähnliche Worte fand Alfons Beckmann, Vorsitzender des TV
Borken, jenem Verein, der gemeinsam mit KSB und SSV Borken, sowie der DLRG Borken und der SG Borken für die Ausrichtung verantwortlich war: „Bei diesem Team und diesem Wetter ist das eine Superveranstaltung. Wir hörten von überall her nur Lob.“
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Die Faust geballt, das Ziel im Blick: Fabin
Lensing absolvierte den Kurztriathlon in starken:
46:24 |
Ein positives Urteil, dem sich auch Angela Brandewinder anschloss. Sie war als Einsatzleiterin mit einem Kampfrichterteam des NRW-Triathlon-Verbands in Borken für den regelgerechten Ablauf verantwortlich. „Die Leute kommen gerne nach Borken, einige Vereine richten sogar ihre Vereinsmeisterschaften hier aus. Hier geht es eben noch familiär zu,“ freute sie sich über den Ablauf des Jubiläums. Da war der einzige Missklang für sie schon wieder verdaut. Beim
Kurztriathlon musste ein Radfahrer von ihr wegen Kampfrichterbeleidigung disqualifiziert werden.
Ansonsten aber verlief alles ohne Pannen. Auch die DLRG brauchte nur einmal beim
Kurztriathlon eher entspannt einzugreifen, als ein Teilnehmer nicht mehr weiterkonnte. DLRG-Einsatzleiter Herbert Finke: Wenn ich sehe, dass alle zufrieden sind, ist es für mich auch Ok.“
Bis die allerkleinsten Details hatten die Gastgeber für die Teilnehmer die Wettkampfvoraussetzungen geschaffen. So bekam beispielsweise jeder gemeldete Sportler in einem blauen Beutel nicht nur Startnummer inklusive Nadeln zum festmachen. Obendrein war auch für jeden die Startnummer mit seinem Vornamen versehen.
Ein Foto-Schnelldienst war am Samstag ebenfalls in Hoxfeld vor Ort. Wer mitgemacht hatte, konnte - als Erinnerung - schon wenige Minuten später sein Foto mit nach Hause nehmen.
Ein Ansager ist Volker Greven nicht. Auch kein Entertainer. Ein Zuschauer-Motivator schon. Wie er wieder einmal über die volle Wettkampfdistanz von insgesamt vier Stunden die Zuschauer immer wieder dazu brachte, nicht nur die Besten und Schnellsten anzufeuern, sondern auch diejenigen, die weit hinterherliefen, das hatte schon was.
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