Die
Organisatoren um Mecki Greven waren geschlaucht,
aber zufrieden. Die Teilnehmer im Ziel mehr oder
weniger erschöpft, doch schon wenige Stunden
später fit für erste Danksagungen im
Internet-Gästebuch: Der 20. Borkener
Kurztriathlon in Hoxfeld geriet am vergangenen
Wochenende aus vielen Gründen zu einer würdigen
Geburtstagsfeier für Athleten und
Gastgeber.
Triathlon von 1986-2005: Da wurde nicht allein
bei Mecki Greven, die von Beginn an zum Orga-Team
des Mehrkampfs aus Schwimmen, Rad fahren und
Laufen gehört, am Samstag Erinnerungen wach,
angesichts der Profi-Ausrüstung, mit der heute
schon die jüngsten Starter ins Rennen gehen,
beispielsweise an die Triathlonstunde Null am
Pröbstingsee. Als Teilnehmer beim Trimmathlon
noch mit ganz normalen Herren- oder Damenrädern
auf die Strecke gingen! Oder als sich -
irgendwann in den späten 80igern - eine
Läuferin von der eigentlichen Strecke auf einen
Umweg verirrte, weil sich just zu diesem
Zeitpunkt ein Streckenposten mit einem dringenden
Bedürfnis in die Büsche geschlagen hatte.
Heute sind solche zufälligen Zwischenfälle kaum
noch denkbar. Von Jahr zu Jahr sind die
Veranstalter mit ihren Erfahrungen klüger und
profihafter geworden. Jüngste Verbesserung: Der
Schwimmkurs wurde zu einem Dreieck erweitert. Auf
diese Weise konnte manche Wasserschlacht um
Positionen verhindert werden.
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Wolfgang Kemmerling: 1986 Platz 1 beim |
Nostalgie: Georg Hüging (links)
gewann
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| Trimmathlon + Platz 8
beim Kurztriathlon |
1986
den ersten Borkener Kurztriathlon. |
Fast auf
den Tag genau 20 Jahre ist es her (am 23. August
1986), dass die vom damaligen
Breitensportkoordinator Franz Müller (heute
Vorsitzender des SSV Borken) und Uli Beckmann,
einem seiner damaligen Referenten, geborene Idee
erstmals in die Tat umgesetzt wurde.
51 Mehrkämpfer starteten damals im Trimmathlon
(zum Vergleich: 2005 waren es 146). 67 waren es
beim Kurztriathlon (162).
Einer der ganz "Heißen" damals wie
heute: Wolfgang Kemmerling von DJK Coesfeld. Den
Trimmathlon gewann er mit fast vier Minuten
Vorsprung vor der Konkurrenz. Anschließend
kurzes Verschnaufen und dann rein in den
Triathlon, wo er immerhin noch Achter wurde. Eine
Doppelbelastung, die sich der mittlerweile knapp
50jährige heute nicht mehr antut. Am Start war
es aber auch am Wochenende wieder. Gemeinsam mit
einer personell stark besetzten Coesfelder
Mannschaft, zu der auch Josef Osterkamp gehört.
Der ehemalige Seniorenweltmeister, der - extra
für Borken und den Geburtstags-Triathlon - eine
Reise nach Spanien abgesagt hatte.
Apropos Geburtstagsgäste: Beim ersten Triathlon
1986 hieß der Zieleinlauf Georg Hüging (damals
Borken), vor Achim Demming (Bocholt) und Andrè
Besseling (Borken).
Alle drei hatten es sich nicht nehmen lassen und
waren auch am Wochenende wieder präsent. Hüging
und Besseling gingen sogar an den Start. Demming,
der sich derzeit auf den Triathlon von Almere
(Niederlande) vorbereitet, war staunender
Zuschauer, bei einer Veranstaltung, die
einerseits von den Meldungen her enorm gewachsen
ist, aber andererseits immer noch einen fast
beschaulichen familiären Rahmen pflegt.
Genau das ist es dann auch, was die Teilnehmer an
diesem Event so schätzen.
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