Hoxfeld.
Eine tolle Stimmung und großer Besucherandrang
herrschten am Samstag auf dem Freizeitgelände am
Pröbstingsee. Bei besten Witterungsbedingungen
zeigten Trimmathleten (Bedingungen: 300 Meter
Schwimmen, 15 km Rad fahren, 3,5 km Laufen) und
Triathleten (600 Meter Schwimmen, 32 Rad fahren,
7,5 km Laufen) zum 20. Mal ihr Können und
testeten ihre körperliche Fitness.
Die Veranstaltungsgemeinschaft bestehend aus
DLRG-Borken, SG Borken und TV Borken in
Zusammenarbeit mit den Stadtsportverband Borken
und dem KSB hatte alle Hände zu tun, denn mit
jeweils zirka 160 Teilnehmern waren beide
Veranstaltungen ausgebucht. Schon im Vorfeld
wurde ein Annahmestopp verfügt.
|
|
Riesenbeifall im Ziel: Dominik Reipen (TG
Neuss), gewann den Kurz-Triathlon |
Besonders
erfreut zeigte sich Gründervater Franz Müller
über die Akzeptanz und die hervorragende
Organisation dieses Sportereignisses, das sich im
Laufe der letzten Jahre einen festen Termin im
Borkener Sportkalender gesichert hat. "Daran
kann man sehen, dass so etwas ankommt"
stellte der ehemalige Breitensportkoordinator
fest. Zusammen mit dem damaligen
Breitensportreferenten Uli Beckmann hatte er die
Veranstaltung ins Leben gerufen.
Ehemalige am Start
Zu dem diesjährigen Jubiläum waren auch
ehemalige Sparter persönlich eingeladen und
ließen sich dieses Fest nicht entgehen. Einer
von ihnen war Georg Hüging, Münster, der erste
Sieger im Jahr 1986. Er trat extra früher aus
der Schweiz die Reise nach Borken an, um dabei
sein zu können. "Das erlebt man nicht oft
im Leben, dass man nach 20 Jahren erneut an der
gleichen Stelle einen Triathlon mitmachen
kann", erklärte der heute 40-Jährige
gebürtige Borkener.
Durch die Wettkämpfe führte in gewohnt
souveräner Manier Volker Greven, der die
Zuschauer mit fachkundigen Kommentaren
informierte und die Zwischenzeiten der einzelnen
Starter bekannt gab.
Im Hintergrund arbeitete ein fachkundiges Team,
das schon kurz nach den Wettkämpfen die
Siegerlisten aushängte und die Urkunden
übergeben konnte.
Auch die Leistungen der Aktiven konnten sich vor
dieser großen Zuschauerkulisse sehen lassen. So
siegte bei den Trimmathleten Jörg Lenz
(Münster) in 00:46:00 Std. vor Michael Ilbertz
(Oberhausen) 00:47:58 Std. und Paul Fischer
(Venezuela, derzeit wohnhaft in Münster) in
00:48:23 Std.
|
| A.Gedding
(links) ehrte die schnellsten
Teilnehmerinnen beim Trimmathlon (von
links) |
|
Kathi Donart, Nicole Klümper, Astrid
Baumeister, Nicole Hessing + Martina
Kneilmann. |
Als beste
Frau dieses Wettkampfs erwies sich Kathi Donart
(Schermbeck) in 00:56:31 Std., gefolgt von Nicole
Klümper (Heiden) in 00:57:59 Std. und Astrid
Baumeister (Rosendahl) in 00:59:26 Std.
Erstmalig in diesem Jahr nahmen auch zwei
Staffeln am Trimmathlon teil. Dabei erwies sich
die Staffel Borkener Zeitung I (00:55:28 Std.)
mit Stephan Steinberg (Schwimmen), Edgar Rabe
(Rad fahren) und Andre Peinemann (Laufen) als
Sieger vor der Staffel Borkener Zeitung II mit
Isabell Göding, Peter Riedel und Heiner
Schwartenbeck (01:01:36).
Hölter Fünfter
Auch in der Triathlonkonkurrenz konnten sich die
Ergebnisse sehen lassen.
Hier siegte Dominik Reipen, TG Neuss, in 01:30:17
Std. vor Thomas Bartsch, Hamburg, 01:30:35 Std.
und Jörg Schumachers, Wegberg, 01:30:50 Std.
Nur knapp verpasste Christian Hölter aus Heiden
als Fünfter dieser Konkurrenz mit 01:31:37 Std.
den Sprung auf das Treppchen.
Birgit Euscher aus Halle (01:39:41 Std.) siegte
bei den Frauen vor Michelle Florin aus Stadtlohn
(01:41:08 Std.) und Kerstin Pannhorst (Essen) in
01:43:47 Std.
Familien-Tradition
Als Männer der ersten Stunde in der Geschichte
des Borkener Trimmathlon/Triathlon nahm das
Geschwisterpaar Werner und Dieter Koop auch am
diesjährigen Trimmathlon teil. Nicht ein Mal hat
dabei Dieter Koop ausgesetzt. Er erhielt für
diese außerordentliche sportliche Leistung eine
besondere Ehrung.
Nur vier Mal legte sein Bruder Werner eine Pause
ein. Geweckt wurde die Neigung zu dieser
sportlichen Ertüchtigung durch Vater Willi Koop,
der vor einigen Jahren verstorben ist. Zusammen
mit ihm gingen auch seine beiden Söhne 1986 an
den Start.
"Angefangen hat eigentlich alles damit, dass
es ein Wettkampf Alt gegen Jung - im
freundschaftlichen Sinne natürlich - werden
sollte", äußert sich Dieter Koop über die
damaligen Beweggründe, sich diesem Härtetest zu
unterziehen. Heute steht für ihn und Werner die
sportliche Herausforderung an erster
Stelle.
|
|
Männer der ersten Stunde: Dieter (links)
und Werner Koop starteten beim Trimmathlon |
Besonders reizt es sie, in allen
drei Disziplinen mithalten zu können. Während
für Dieter (48) das Schwimmen als die
schwierigste Disziplin gilt ("Da muss man
kämpfen, bis man seinen Platz gefunden
hat") steht für Bruder Werner Koop (51) das
Laufen ("Die Strecke ist sehr selektiv, die
fordert alles von dir") nicht gerade hoch im
Kurs.
Beide erinnern sich noch sehr gut an die ersten
Jahre, in denen das Starterfeld wesentlich
kleiner und die Ausrüstung noch nicht so
profimäßig war wie in den Folgejahren "Wir
sind noch mit einem Holländer Fahrrad
gefahren", berichten sie übereinstimmend.
Mehrmals in der Woche trainieren die Gebrüder
und hoffen, auch im nächsten Jahr wieder
mitmachen zu können.
|