Triathlon Borken - Presse 2005
Borkener Triathlon  2005: "Tolle Stimmung, starke Leistungen"
20. Borkener Triathlon überzeugte mit profihafter Organisation


Hoxfeld. Eine tolle Stimmung und großer Besucherandrang herrschten am Samstag auf dem Freizeitgelände am Pröbstingsee. Bei besten Witterungsbedingungen zeigten Trimmathleten (Bedingungen: 300 Meter Schwimmen, 15 km Rad fahren, 3,5 km Laufen) und Triathleten (600 Meter Schwimmen, 32 Rad fahren, 7,5 km Laufen) zum 20. Mal ihr Können und testeten ihre körperliche Fitness.

Die Veranstaltungsgemeinschaft bestehend aus DLRG-Borken, SG Borken und TV Borken in Zusammenarbeit mit den Stadtsportverband Borken und dem KSB hatte alle Hände zu tun, denn mit jeweils zirka 160 Teilnehmern waren beide Veranstaltungen ausgebucht. Schon im Vorfeld wurde ein Annahmestopp verfügt.

Dominik Reipen (TG Neuss), gewann den Kurz-Triathlon 
  Riesenbeifall im Ziel: Dominik Reipen (TG Neuss), gewann den Kurz-Triathlon 

Besonders erfreut zeigte sich Gründervater Franz Müller über die Akzeptanz und die hervorragende Organisation dieses Sportereignisses, das sich im Laufe der letzten Jahre einen festen Termin im Borkener Sportkalender gesichert hat. "Daran kann man sehen, dass so etwas ankommt" stellte der ehemalige Breitensportkoordinator fest. Zusammen mit dem damaligen Breitensportreferenten Uli Beckmann hatte er die Veranstaltung ins Leben gerufen.

Ehemalige am Start 
Zu dem diesjährigen Jubiläum waren auch ehemalige Sparter persönlich eingeladen und ließen sich dieses Fest nicht entgehen. Einer von ihnen war Georg Hüging, Münster, der erste Sieger im Jahr 1986. Er trat extra früher aus der Schweiz die Reise nach Borken an, um dabei sein zu können. "Das erlebt man nicht oft im Leben, dass man nach 20 Jahren erneut an der gleichen Stelle einen Triathlon mitmachen kann", erklärte der heute 40-Jährige gebürtige Borkener.

Durch die Wettkämpfe führte in gewohnt souveräner Manier Volker Greven, der die Zuschauer mit fachkundigen Kommentaren informierte und die Zwischenzeiten der einzelnen Starter bekannt gab. 
Im Hintergrund arbeitete ein fachkundiges Team, das schon kurz nach den Wettkämpfen die Siegerlisten aushängte und die Urkunden übergeben konnte.

Auch die Leistungen der Aktiven konnten sich vor dieser großen Zuschauerkulisse sehen lassen. So siegte bei den Trimmathleten Jörg Lenz (Münster) in 00:46:00 Std. vor Michael Ilbertz (Oberhausen) 00:47:58 Std. und Paul Fischer (Venezuela, derzeit wohnhaft in Münster) in 00:48:23 Std. 

Die schnellsten Teilnehmerinnen beim Trimmathlon
  A.Gedding (links) ehrte die schnellsten Teilnehmerinnen beim Trimmathlon (von links)
  Kathi Donart, Nicole Klümper, Astrid Baumeister, Nicole Hessing + Martina Kneilmann. 

Als beste Frau dieses Wettkampfs erwies sich Kathi Donart (Schermbeck) in 00:56:31 Std., gefolgt von Nicole Klümper (Heiden) in 00:57:59 Std. und Astrid Baumeister (Rosendahl) in 00:59:26 Std.

Erstmalig in diesem Jahr nahmen auch zwei Staffeln am Trimmathlon teil. Dabei erwies sich die Staffel Borkener Zeitung I (00:55:28 Std.) mit Stephan Steinberg (Schwimmen), Edgar Rabe (Rad fahren) und Andre Peinemann (Laufen) als Sieger vor der Staffel Borkener Zeitung II mit Isabell Göding, Peter Riedel und Heiner Schwartenbeck (01:01:36).

Hölter Fünfter
Auch in der Triathlonkonkurrenz konnten sich die Ergebnisse sehen lassen.
Hier siegte Dominik Reipen, TG Neuss, in 01:30:17 Std. vor Thomas Bartsch, Hamburg, 01:30:35 Std. und Jörg Schumachers, Wegberg, 01:30:50 Std.

Nur knapp verpasste Christian Hölter aus Heiden als Fünfter dieser Konkurrenz mit 01:31:37 Std. den Sprung auf das Treppchen.

Birgit Euscher aus Halle (01:39:41 Std.) siegte bei den Frauen vor Michelle Florin aus Stadtlohn (01:41:08 Std.) und Kerstin Pannhorst (Essen) in 01:43:47 Std.

Familien-Tradition
Als Männer der ersten Stunde in der Geschichte des Borkener Trimmathlon/Triathlon nahm das Geschwisterpaar Werner und Dieter Koop auch am diesjährigen Trimmathlon teil. Nicht ein Mal hat dabei Dieter Koop ausgesetzt. Er erhielt für diese außerordentliche sportliche Leistung eine besondere Ehrung. 

Nur vier Mal legte sein Bruder Werner eine Pause ein. Geweckt wurde die Neigung zu dieser sportlichen Ertüchtigung durch Vater Willi Koop, der vor einigen Jahren verstorben ist. Zusammen mit ihm gingen auch seine beiden Söhne 1986 an den Start.

"Angefangen hat eigentlich alles damit, dass es ein Wettkampf Alt gegen Jung - im freundschaftlichen Sinne natürlich - werden sollte", äußert sich Dieter Koop über die damaligen Beweggründe, sich diesem Härtetest zu unterziehen. Heute steht für ihn und Werner die sportliche Herausforderung an erster Stelle. 

Männer der ersten Stunde: Dieter und Werner Koop starteten beim Trimmathlon 
  Männer der ersten Stunde: Dieter (links) und Werner Koop starteten beim Trimmathlon 

Besonders reizt es sie, in allen drei Disziplinen mithalten zu können. Während für Dieter (48) das Schwimmen als die schwierigste Disziplin gilt ("Da muss man kämpfen, bis man seinen Platz gefunden hat") steht für Bruder Werner Koop (51) das Laufen ("Die Strecke ist sehr selektiv, die fordert alles von dir") nicht gerade hoch im Kurs. 

Beide erinnern sich noch sehr gut an die ersten Jahre, in denen das Starterfeld wesentlich kleiner und die Ausrüstung noch nicht so profimäßig war wie in den Folgejahren "Wir sind noch mit einem Holländer Fahrrad gefahren", berichten sie übereinstimmend. Mehrmals in der Woche trainieren die Gebrüder und hoffen, auch im nächsten Jahr wieder mitmachen zu können.

Text & Fotos: Borkener Zeitung, Lokal Sport vom 22.08.2005 (F.Triphaus)